Stellungnahme der FDP Fulda zur Kritik an Familienwoche

Fulda17. August 2017

Die FDP-Stadtverbandsvorsitzende Sibylle Herbert nimmt die Kritik der Verbände zur Kenntnis, empfiehlt aber dringend in der Diskussion sachlich zu bleiben und mehr Augenmerk auf den eigentlichen Antrag zu legen. Was nun von Kritikern wie der kfd, Parteien und in Leserbriefen angeführt wird, ist mehr als abenteuerlich, so Herbert weiter. Dort wird der ungarische Präsident Orban herangeführt, genauso wie dann die Rede von Grapschern und der Zerschlagung der Frauennetzwerken ist. Unsachlicher kann man mit einem Antrag zu mehr Gleichberechtigung kaum umgehen.

Die vielfach geäußerte Kritik geht an dem von uns gestellten Antrag völlig vorbei, so der Fraktionsvorsitzende Michael Grosch. Uns sind die Anliegen und die Gleichberechtigung von Frauen nicht weniger wert, als dies auch für andere Gruppen und Teile unserer Gesellschaft gilt. Die Familienwoche soll kein Fest für Familien sein, sondern allen die Möglichkeit geben, ihrem Engagement für Gleichberechtigung einen größeren Rahmen zu geben. Dabei soll der Kreis für Teilnehmer geöffnet werden, welche gleichermaßen um mehr Gleichberechtigung und Unterstützung in der Gesellschaft ringen. Uns Freie Demokraten als Gegner von Frauenrechten darzustellen empfindet Grosch als zynisch und unangebracht.

Die Verbände, deren Arbeit wir sehr schätzen, sollten sich nicht davon abhalten lassen, sich weiter zu engagieren, jedoch auch daran denken, dass andere, die ein ähnliches Ziel verfolgen, ebenfalls eine Plattform brauchen. Weitere Themenwochen erachten wir als Freie Demokraten nicht als zielführend, da dann die Aufmerksamkeit leidet.

Zudem wird die jährlich stattfindende Frauenwoche von der Stadt Fulda ausgerichtet, mit städtischen Mitteln finanziert und von der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragen der Stadt Fulda organisiert.

Die FDP-Fraktion hat daher beantragt die städtische Frauenwoche nach 20 Jahren guter Arbeit der Zeit anzupassen und als Familienwoche durchzuführen. Das ist die Intension des Antrags, der jetzt hoffentlich vorurteilsfrei in den städtischen Gremien beraten wird.