Stellenabbau bei Fulda Reifen: Landesregierung muss handeln

21. März 2019

Im Zusammenhang mit dem angekündigten Abbau von 1.100 Arbeitsplätzen in den Goodyear Dunlop Werken Hanau und Fulda erklärt Mario Klotzsche, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten in Fulda:

„Die Fuldaer Reifenwerke gehören zum Aushängeschild des Produktionsstandorts Fulda. Wenn hier mehrere hundert Arbeitsplätze gestrichen werden, trifft das die gesamte Region. Jetzt muss es darum gehen die Beschäftigten zu unterstützen, die jeden Tag im Werk hart arbeiten und ihre Familien ernähren. Die hessische Landesregierung ist deshalb gefordert und muss mit dem Unternehmen über Alternativen sprechen und Unterstützung anbieten. Im Mittelpunkt muss jetzt stehen, den Menschen wieder Perspektiven zu geben.“

Klotzsche:

„Leider ist die Entwicklung kein Einzelfall. Immer mehr Arbeitsplätze in der hessischen Industrie fallen weg. Wella in Hünfeld, Siemens in Offenbach sind nur einige Beispiele. Ein Grund für die Entwicklung ist auch die autofeindliche Politik von Bundes- und Landesregierung, denn Fahrverbote schwächen die Autowirtschaft und gefährden Arbeitsplätze. Auch die hohen Subventionen für erneuerbare Energien belasten Bürger und Wirtschaft. In Hessen kommt dazu, dass mit Tarek Al-Wazir ein Grüner Wirtschaftsminister ist, der durch Desinteresse an der Industrie auffällt. Wenn es hier keinen Kurswechsel gibt, fürchte ich um weitere Jobs in der Region.“

Mathias Kollmann, Vorsitzender der in Gründung befindlichen Liberalen Mittelstandsvereinigung Fulda erklärt dazu:

„Wir müssen uns in der Region Fulda ernsthafte Gedanken machen. Die Automatisierung in der Industrie führt zu massiven Strukturveränderungen. Nach Studien des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit sind rund 45.000 Arbeitsplätze im Landkreis Fulda mit hoher oder mittlerer Wahrscheinlichkeit vom Wegfall bedroht. Das ist mehr als die Hälfte aller Jobs. Deshalb ist es wichtig, dass wir das Fuldaer Geschäftsmodell „Werkbank“ anpassen und mehr für Forschung, Entwicklung und Digitalisierung tun. Wir müssen unsere digitale Wettbewerbsfähigkeit dringend verbessern, sonst werden wir abgehängt. Bei uns gibt es zu wenige Labors, zu wenige Startups im Vergleich zu anderen Standorten. Deshalb fordern wir beispielsweise von Landkreis und Stadt Fulda die Gründung eines Gründer- und Innovationszentrums, am besten im Umfeld der Hochschule Fulda, und einen Innovationswettbewerb mit Schwerpunkt digitale Geschäftsmodelle.“

Der Liberale Mittelstand Hessen e.V. mit seinem Regionalverband in Fulda vertritt die Interessen mittelständischer hessischer Unternehmer und versteht sich als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Politik. Mit eigenen Positionspapieren und zahlreichen Veranstaltungen regt der Verband den aktiven Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern und der praktischen Unternehmersicht an.

Mathias Kollmann ist 49 Jahre alt und wohnt in Künzell. Er hat viele Jahre lang als Geschäftsführer die Entwicklung mittelständischer Unternehmen der Lebensmittelbranche verantwortet. Aktuell ist Herr Kollmann als Unternehmensentwickler & Investor für Food Start-ups deutschlandweit tätig.