LENDERS zu Besuch in der JVA Hünfeld

20. November 2018

Vergangene Woche besuchte der FDP Landtagsabgeordnete Jürgen Lenders die JVA Hünfeld. Anstaltsleiter Lars Streiberger führte den wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion im hessischen Landtag durch die verschiedenen Gebäude, zeigte sowohl die Verwaltung als auch die Werkstätten und Hafträume und ermöglichte Gespräche mit Mitarbeitern.

Die JVA Hünfeld ist die erste teilprivatisierte Justizvollzugsanstalt in Deutschland. Die Firma steep GmbH aus Bonn erhielt nach einer europaweiten Ausschreibung im Jahre 2003 den Zuschlag als wirtschaftlichster Anbieter. Seitdem liegen unter anderem die Hausverwaltung, die Videoüberwachung der Liegenschaft, die leibliche und medizinische Versorgung der Gefangenen, die sozialen und pädagogischen Beratungsdienste und die Leitung der Arbeitswerkstätten im Verantwortungsbereich der Firma steep GmbH. Die Organisationshoheit sowie der überwiegende Teil des Bewachungs- und Kontrollmanagement bleiben in staatlicher Hand. Der privatisierte Anteil des Personals in der JVA Hünfeld liegt bei 45 %.

Lars Streiberger und der Betriebsleiter Oliver Krah der Firma steep GmbH sind sich im Gespräch mit Jürgen Lenders einig: Die Teilprivatisierung der JVA Hünfeld ist ein voller Erfolg. Seit der Eröffnung der JVA Ende 2005 haben sich die Vorteile deutlich gezeigt: Bei Personalausfall kann unkomplizierter als im öffentlichen Dienst neu eingestellt werden und die Qualität des Personals ist überdurchschnittlich hoch. Auch der Gedanke der Einsparungen, der hinter der Teilprivatisierung stand, hat sich laut Streiberger und Krah verwirklicht.

Lenders: „Gerade für neue Herausforderungen im modernen Strafvollzug erscheint das Modell in Hünfeld besonders gut geeignet.  Wie kann eine JVA darauf reagieren, wenn z.B. mit Hilfe von Drohnen, Insassen mit BTM oder ähnlichem versorgt werden? Wie dem berechtigten Anliegen nach digitaler Kommunikation und Informationen gerecht werden? Dies sind Fragen, die auch Politik beantworten muss.“