Freie Demokraten fordern Arbeitsgruppe „P43“

In diesen Tagen beginnen die Planungen zum Genehmigungsverfahren der Fulda-Main-Leitung (P43), einer 380 kV Drehstromleitung, die von Mecklar nach Dipperz und weiter nach Bergrheinfeld verlaufen soll. 

Jörg Clar, Mitglied der Freien Demokraten im Kreistag Fulda und Vorsitzender der FDP Hofbieber, stellte hierzu den Antrag, eine Arbeitsgruppe „P43“ im Kreisausschuss einzurichten, die zusammen mit den Vertretern der von der geplanten Stromtrasse betroffenen Städten und Gemeinden das gesamte Verfahren begleitet. „Uns kommt es darauf an, dass ein übergeordnetes, unabhängiges Gremium die gemeinsame Wahrnehmung der Interessen der Bürgerinnen und Bürger durch Landkreis und Kommunen, Gemeinden und Bürgerinitiativen koordiniert“, so Clar. Es ist absehbar, dass gerade im ersten Abschnitt, zwischen Mecklar und dem Umspannwerk Dipperz, nahe Wisselsrod, der Verlauf der derzeitigen 380 kV Trasse als eine Korridoralternative seitens des Übertragungsnetzbetreibers vorgeschlagen wird. Diese führt meist an kleineren Orten vorbei. 

Clar weiter: „Wir haben Bedenken, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger der kleinen Ortschaften und Weiler nahe der bestehenden Trasse in den eigenen Kommunen nicht genug Beachtung finden“. Grund dafür sei die Tatsache, dass Städte und Gemeinden bis zu 40.000,- Euro Ausgleichszahlungen je Kilometer Höchstspannungsfreileitung, die über das Gebiet von Kommunen führen, bekämen. 

Clar abschließend: „Die Gesundheit und der Schutz der Menschen vor Ort müsse vor allen anderen Interessen stehen. Zumal die Übertragungsnetze zur Umsetzung der Energiewende nicht unumstritten sind.“