Plappert: Diskussion über Verkehrswende wird immer populistischer

12. September 2019

Die Freien Demokraten Fulda sind irritiert über den populistischen Vorschlag der Grünen und der Deutschen Umwelthilfe, SUVs in den Innenstädten zu verbieten. Kreisvorsitzender Mario Klotzsche: „Anstatt die Ermittlungen der Polizei abzuwarten, wird der furchtbare Unfall in Berlin genutzt, wieder einmal eine Bevölkerungsgruppe zu isolieren und an den Pranger zu stellen. Anstatt nach einer gemeinsamen Lösung in der Verkehrs- und Mobilitätsfrage zu suchen, wird so die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben. Ein Konsens in dieser so wichtigen und uns alle betreffenden Herausforderung wird immer schwieriger.“

Jürgen Plappert, verkehrspolitischer Sprecher der FDP Fulda kommentiert: „Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen SUV. Ist der Verkehr dadurch unsicherer geworden? Die sinkende Zahl der Verkehrstoten spricht eine andere Sprache. Entscheidend ist das ordnungsgemäße und verantwortungsbewusste Führen der Fahrzeuge, dann ist ein SUV aufgrund seiner guten Sicht, die er bietet, sogar sicherer auch für die anderen Verkehrsteilnehmer. Auch die Verbrauchswerte von SUVs unterscheiden sich nicht grundlegend von denen von Kombis oder Vans; ein moderner SUV hat deutlich bessere Abgaswerte als manch ein älterer Kleinwagen. Sollen demnächst auch Busse, Bullis und LKWs aus der Stadt vertrieben werden, nur weil sie groß sind? In einem demokratischen und freien Land wie Deutschland sollte jeder für sich selbst entscheiden, was für ein Fahrzeug er fahren möchte. Jetzt gezielt Stimmung gegen SUVs zu machen, zeigt leider wieder einmal auf, dass bestimmte Gruppierungen immer größeren Einfluss auf unser freies Leben in Deutschland nehmen wollen. Gerade mit Beginn der IAA in Frankfurt wird momentan eine öffentliche Diskussion geführt, die viele Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie und bei deren Zulieferbetrieben, auch in der Region Fulda, gefährdet.“